Ein Grill reicht, oder etwa doch nicht…?

Als wir noch zur Miete gewohnt haben, besaß ich einen kleinen Kugelgrill von Ikea, mit einem geschätzten Durchmesser von 30cm oder so. Gegrillt wurde alles, was schnell schwarz werden durfte und nicht sofort in die Tonne wandern musste 😉
Als wir dann unser Haus bezogen, erfüllte ich mir den Traum eines Weber One Touch Premium und ich dachte, die 57cm Rostdurchmesser sind mehr als ausreichend. Was ich bis dahin nicht wusste war, dass man mit einem Kugelgrill anders arbeitet als mit einem gewöhnlichen Grill, bei dem man die Temperatur durch den Abstand zwischen Kohle und Rost reguliert. So war es dann eben auch das ich bei der Erstvergrillung alles, aber auch wirklich alles total verbrannt habe. Auf der suche nach des Rätsels Lösung habe ich dann das Forum des Grillsportvereines gefunden und mir wurde klar, dass ich absolut umdenken musste. Die 57cm Durchmesser waren nicht wirklich als gesamte Grillfläche zu sehen (es sei denn man entkoppelt den Rost), da man diese in direkte und indirekte Zonen unterteilt. Auch das der Deckel nicht nur zum Schutz vor Wind und Wetter gedacht ist, musste ich erst einmal verstehen ^^.

Nach dem ersten Schlag in die Magengrube lernte ich jedoch schnell mit meiner Kugel umzugehen. Der GSV und diverse Blogs halfen mir dabei nicht unwesentlich und in den letzten Jahren ist mein Gerätepark mächtig gewachsen und jedes „Sportgerät“ hat sein Spezialgebiet.

Mein UglyDrumSmoker (UDS) „Bender“ ist perfekt für Longjobs wie PulledPork oder Brisket, bei dem die Temperatur über einen sehr langen Zeitraum in einem Bereich um die 110-120°C gewünscht wird. Der OTP hingegen ist eine tolle Steakmaschine, da ich hier durch die Wahl der geeigneten Grillkohle zuverlässig ein breites Spektrum an Temperaturen erreichen kann. Außerdem ist er mit der dazugehörigen Rotisserie, einem motorbetriebenen Drehspieß, perfekt geeignet um Grillhähnchen oder Gyros zu grillen.

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Den Weber Go Anywhere, die Handtasche für den Mann, nehme ich gerne zu Offlinetreffen der verschiedenen Grillgruppen mit, während der Outdoorchef CityGas für die schnelle Wurst oder ChickenWings perfekt geeignet ist.
In unserem Holzbackenofen „LeRond“ der Firma Ramster aus Pirmasens backen wir Pizza und Flammkuchen, aber auch unser Brot für die Woche und alles, was man im Backofen so zubereiten kann.

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Außerdem haben wir noch einen 7kw HotWok Hockerkocher diverses Zubehör und den ein oder anderen DutchOven. Letzteres sind Gusseiserne Töpfe mit Deckel, in denen man wunderbare Schmorgerichte zubereiten kann. Sie werden direkt mit Kohlen „befeuert“ und die Temperatur steuert man hierbei durch die Menge an verwendeten Grillbriketts.

Viele schütteln verwundert den Kopf, über meine kleine Auswahl an Grillgeräten, aber die Frage „warum hast du so viele Grills“ lässt sich genau so einfach beantworten, wie der Erwerb eines PKWs mit 250 PS:

Weil es einfach flexibler ist und Spaß macht!!

In einem alten Golf von 1980 kommt man genauso trocken zur Arbeit, wie man mit einem Tankstellen-Säulengrill eine Rostbratwurst oder ein Steak grillen kann. Aber angenehmer und zuverlässiger geht es eben mit einem schicken Neuwagen oder im Falle eines Steaks mit der hohen Temperatur eines vernünftigen Gas- oder Holzkohlengrills.

Schöne Grüße,
Sascha

 

 

 

3 Comments

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    Martin 24. Juni 2014 (19:07)

    Und wann schreibst Du etwas zu den restlichen Grills? 🙂

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    Tobias 23. Juni 2014 (19:56)

    Super geschrieben Sascha!

    Achja es wird immer mehr an diesen schönen Grills.

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      Sascha 23. Juni 2014 (23:15)

      Hurra,
      ich habe einen Fan 😀

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