Flammkuchen aus dem Ramster Holzbackofen

Wer schon einmal im Elsass unterwegs war weiß, dass es dort an jeder Ecke die besten Flammkuchen gibt und man die so garantiert nicht zu Hause hin bekommt… PUSTEKUCHEN!!

Da nicht jeder im Elsass oder nahe genug daran wohnt, um regelmäßig in den Genuss eines leckeren Flammkuchens zu kommen, gibt es zum Glück eine Menge guter Versandhändler. Bei denen kann man die Teiglinge und sogar die Creme, nebst Zwiebeln und Speck ordern. Diese kann man dann problemlos einfrieren und einzeln entnehmen, wenn der große Hunger kommt. Aber was macht man(n), wenn sich kein Teigrohling auftreiben lässt??? Richtig, dann macht man ihn einfach selbst 🙂

Der Teig ist absolut kein Hexenwerk und etwas besonderes dafür anschaffen braucht man ebenfalls nicht.

Zutaten für 6 Flammkuchen:

    • 500g Mehl
    • 250ml Wasser
    • 1/2 TL Salz
    • 4 TL Öl

Dies sollte eigentlich jeder im Haus haben und wenn nicht, wofür gibt es die Nachbarn 😀
Bevor es losgehen kann, vermischen wir die oben genannten Zutaten mit einer Küchenmaschine (mit Knethaken), einem Handmixer oder einfach mit den Händen. Der Teig muss so lange geknetet werden, bis dieser schön glänzt und nicht mehr klebt.
Durch das Öl im Teig ist er zudem sehr geschmeidig und zum Ausrollen wird kein weiteres Mehl benötigt.

Klassisch wird der Flammkuchen mit einer Creme bestrichen, die aus Schmand, Crème Frâiche und Gewürzen besteht. Für die oben genannte Menge an Flammkuchen braucht ihr

    • 100g Schmand
    • 100g Crème Frâiche
    • etwas groben Pfeffer
    • frisch geriebene Muskatnuss
    • etwas Salz
    • eine Prise Zucker

Dies alles verrührt ihr miteinander und schmeckt es mit den Gewürzen ab. Die Creme soll nicht zu dominant sein, sondern nur die übrigen Zutaten des Flammkuchens tragen und geschmacklich unterstützen.

Den Teig ausrollen

Teilt den Teig in 6 gleiche Teile und bereitet ihn zuerst mit den Fingern ein wenig auf der Arbeitsfläche aus. Dann könnt ihr vorsichtig mit dem Nudelholz nachhelfen, bis der Teig in etwa 3mm dick ist. Wie gesagt, durch das Öl klebt der Teig nicht an der Arbeitsplatte und ihr könnt diesen problemlos davon lösen. Wenn ihr den Teig nun gegen das Licht haltet, könnt ihr eure Hand nur schemenhaft erkennen.

Flammkuchenteig Rezept

 

Flammkuchenteig vor dem ausbreiten

Mit den Fingern könnt ihr den Teig nun immer weiter ziehen, und auf die gewünschte Dicke von 1mm-1,5mm ziehen. Keine Angst, er ist so stabil, dass er nicht reißen wird. Eure Hand sollte nun sehr gut durch den Teig zu sehen sein.

Flammkuchenteig dünn ausgerollt

So bereitet ihr erst einmal alle Rohlinge vor. Diese könnt ihr entweder mit Backpapier oder sauberen Geschirrtüchern voneinander trennen.

Wer einmal bei uns zu Gast war weiß, ich habe wirklich nicht mehr alle Pfannen auf dem Dach 🙂
In jeder Ecke des Gartens steht ein Grill und die Terrasse wird immer kleiner. Unser besonderer Stolz ist dabei aber unser Ramster Le Rond Holzbackofen. Diesen nutzen wir für das Backen von Broten, Pizza oder eben von Flammkuchen. Da dieser beim Anzünden immer etwas qualmt habe ich mich im Internet nach einer Möglichkeit umgesehen, wie man ein Feuer ohne große Rauchentwicklung entzünden kann. Brandbeschleuniger kommen dabei aber nicht in Frage, da in dem Holzbackofen schließlich Lebensmittel zubereitet werden.

Bisher habe ich es immer so gemacht, wie man klassischer Weise ein Lagerfeuer anzündet. Hierbei habe ich kleine Mengen Anzündhölzer auf den Schamottsteinen aufgetürmt und dann mit größeren Hölzern abgedeckt.

Ramster le Rond anfachen

Dies führte aber immer zu einer vermehrten Rauchbildung, auch bei einer Holz Restfeuchte von 15-18%. Im Internet bin ich dann auf die Idee gestoßen, das Feuer von oben herab brennen zu lassen. Dabei sollen die entstehenden Gase verbrennen und weniger Rauch entstehen. Also habe ich die Idee einfach mal umgesetzt, die größeren Hölzer unten aufgeschichtet und mit dem kleinen Anmachholz abgedeckt.

Rauchfreies Feuer anzünden

Ich habe es wirklich nicht für möglich gehalten, aber es funktioniert tatsächlich! Die Rauchentwicklung ist deutlich eingeschränkt, dabei dauert es aber nur unwesentlich länger, bis das Feuer einmal richtig brennt.

Feuer ohne Rauch

Doch genug der Theorie, wir haben Hunger, oder ??? 🙂

Ich habe den Backofen auf gut 320°C eingeregelt und geschaut, dass immer ein paar Flammen in den Backraum züngeln.

Bei der Wahl des Belages sind Euch keine Grenzen gesetzt.
Egal ob klassisch mit Zwiebeln und Speck

Flammkuchen Elsässer Art Flammkuchen im HolzbackofenFlammkuchen mit Zwiebeln und Speck
Oder mit Räucherlachs, Rucola und Tunke, einer echt leckeren Essig Variation mit Datteln, mit der mich mein Grill Buddy Dennis K. einst angefixt hat,

Flammkuchen mit Räucherlachs, Rucola und Tunke

ein Flammkuchen ist und bleibt ein leckeres Gericht, welches ihr unbedingt mal selber machen müsst!!

Nach knapp 1,5-2 Minuten ist der Flammkuchen durchgebacken, aber nicht zu kross. Serviert wird dieser wie eine Pizza in Stücke geschnitten.

Wenn ihr keinen Holzbackofen haben solltet, so könnt ihr die Flammkuchen problemlos in einem Grill oder Backofen machen. Ein Pizzastein ist dabei von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig.

Das war es mal wieder für diese Woche. Ich hoffe, ich konnte Euch den Mund ein bisschen wässrig machen und würde mich sehr darüber freuen, wenn ihr mir einen Kommentar da lassen würdet. Ihr dürft mein Rezept auch sehr gerne bei Facebook oder via Email teilen, meinen Newsletter abonnieren oder meine Redmountain-BBQ App für Android oder IOs Geräte 🙂

Viele Grüße,
Euer Sascha

 

2 Comments

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    TanjasBunteWelt 30. Juni 2015 (8:05)

    Hallo Sascha,

    vor ein paar Monaten habe ich das erste Mal einen Flammkuchen gegessen. Er war lecker aber beste Freunde werden wir nicht 😉
    Irgendwie kommt er mir wie ein Lückenfüller vor.
    Auch wenn deine Bilder immer sooo lecker aussehen und ich am liebsten reinbeißen würde.
    LG Tanja

    • comment-avatar
      Sascha 30. Juni 2015 (8:36)

      Hallo Tanja,

      wir mögen solche Lückenfüller ganz gerne. Wenn die Lücke mal was größer ist, kann man auch ruhig mal 3 Stück essen, ohne zu platzen ^^

      LG,
      Sascha

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