• Tepro Abington Tischgrill

Tepro Abington, der treue Camping-Freund

Es ist mal wieder soweit, ein neues Spielzeug ist in meinen Fuhrpark eingezogen 🙂
Grills kann man ja bekanntlich nicht genug haben und durch Zufall bekam ich die Möglichkeit, den Tepro Abington kostenlos zu testen. Dies konnte ich natürlich nicht ablehnen und aus diesem Grund möchte ich ihn Euch heute einmal etwas genauer vorstellen:

Der Tepro Abington Tischgrill

 

Tepro Abington Gasgrill

Der “Neue” ist ein kleiner, gasbetriebener Tischgrill, der in der Liga der kleinen Weber Q und Napoleon Travel Q Grills mitspielt. Allerdings ist der Tepro mit einem Preis von nur 149€ um einiges Günstiger als die Konkurrenz. Ob sich dies auch bei der Qualität  und Leistung widerspiegelt, habe ich mir in den letzten Wochen einmal genauer angeschaut.

Der Aufbau

Der Tepro Abington kommt komplett zerlegt zu Euch nach Hause. Auch wenn der Transportkarton bei dem Versand zu mir etwas gelitten hat, waren die Einzelteile innerhalb des Karton sehr gut verpackt und gegen Beschädigungen gesichert. Einmal ausgepackt heißt es erst einmal die Übersicht zu bekommen.

Tepro Abington Einzelteile

Was mir dabei wirklich gut gefällt ist, dass Tepro zu den ganzen Schrauben auch das benötigte Werkzeug beifügt. Somit kann man den Grill auch beim Camping oder Zelten aufbauen, wo man nicht immer einen kompletten Werkzeugschrank dabei hat.

Tepro Abington Werkzeug

Das Werkzeug ersetzt natürlich kein richtiges Werkzeug und ist mit Sicherheit nichts für die Ewigkeit, aber ich finde da hat Tepro wirklich mitgedacht (y)

Nach gut einer Stunde hatte ich den Abington dann auch aufgebaut. Wenn man dabei keine Fotos macht, geht es vermutlich noch etwas schneller ^^

Tepro Abington fertig aufgebaut

Die Anleitung war ausführlich und dank der ganzen Explosionszeichnungen auch sehr verständlich. Alle Gewinde waren sauber geschnitten und somit ging der Aufbau wirklich gut von der Hand.

Die Spezifikationen:

Der Tischgrill kommt mit 2 Gussrosten daher, die einen guten Eindruck machen. Zudem ist die Abtropfschale unter dem Grill sehr gut zu erreichen. Nach 30 Minuten bei Volllast hatte diese eine Temperatur von knapp 60°C, was eine Entsorgung auch ohne Handschuhe möglich macht, wenn man nicht sehr Hitzeempfindlich ist.

Es ist 1 Ringbrenner mit einer Leistung von 3,1kw/h verbaut, was für ausreichend Dampf sorgt, wenn man mit einer Gasflasche arbeitet. Ich habe mir extra einen optional erhältlichen Druckminderer für die Verwendung von 500g Butangas Dosen (mit Gewinde im Kopf) mitschicken lassen, da dies meiner Meinung nach den Grill noch interessanter macht. Bei Verwendung eben dieser Dosen bringt der Tepro Abington immer noch gute Temperaturen um die 280°C am Grillrost zustande. Nutzt man eine 5kg oder 10kg Gasflasche hat er jedoch noch etwas mehr Schub, heizt schneller auf und wird insgesamt etwas heißer.
Laut Hersteller hat der Tischgrill unter Volllast einen Gasverbrauch von knapp 225g/h. Somit reicht eine 500g Kartusche locker für 3-4 Einsätze.

Mein Fazit

Ich habe den Grill nun gut 3 Wochen recht ausgiebig getestet und finde, dass er sich eigentlich ganz gut schlägt. Mit einer Grillfläche von knapp 47x35cm  bietet er etwas mehr Platz als der Kleine Weber Q1200 (43x32cm), aber an die Grillfläche des TravelQ 285 von Napoleon (54x37cm) kommt er nicht heran. Wie eingangs erwähnt, kostet er aber auch nur knapp die Hälfte, was ein gutes Argument ist.

Bei der Verarbeitung gibt es wirklich wenig zu meckern. Lediglich der Kunststoff des Fußes ist hier und da etwas gratig, was ich bei dem sonst positiven Gesamteindruck nicht so schlimm finde. Der Deckel lässt sich sehr weit öffnen und somit steht einem beim Grillen nichts im Weg. Leider ist der Deckel nicht doppelwandig, was ihn etwas empfindlich auf starken Wind reagieren lässt. Aber bei Bratwurst und Nackensteaks sind solch kleine Schwankungen auch irrelevant.

Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme mit der Piezzo-Zündung. Diese musste ich etwas biegen, um sie näher an eine Gasaustritts-Öffnung zu bekommen. Auch dann zündet der Abington nicht bei jedem Versuch, aber spätestens beim 2. oder 3. Zünden springt er an.

Indirektes Grillen ist bei der Größe und nur einem Brenner natürlich nicht so einfach möglich, aber hier hilft das “entkoppeln” eines zweiten Grillrostes mittels einer Wasserschale. Dieses “Problem” gibt es aber auch bei anderen Herstellern und ist mit nur einem Brenner auch schwer umzusetzen.

Für den Einsatz als Camping-, oder Balkongrill leistet der Tischgrill gute Dienste. Als Zweitgrill für Beilagen oder eine schnelle Bratwurst am Abend ist er ebenfalls eine Empfehlung.
Für das Grillen größerer Stücke, wie zum Beispiel eines 800g Porterhouse Steaks, fehlt ihm aber ein bisschen die Leistung.

Den Tepro Abington gibt es aktuell bei Amazon für rund 115€, was für den Kleinen mehr als ein fairer Preis ist, den ich persönlich sofort investieren würde, wenn ich auf der Suche nach einem Grill in der Größe eines Weber Q1200 wäre.

Solltet ihr noch Fragen zum Tepro Abington, seines Aufbaus und der Verwendung haben, freue ich mich über eine Nachricht von Euch.

Viele liebe Grüße,
Sascha

6 Comments

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    Uran 15. Februar 2017 (18:05)

    Ich hab’ den Tefal CB2200 BBQ Easygrill (78€ bei Amazon). Der funktioniert einwandfrei und das Grillgut wird auch wirklich bei hoher Hitze gegrillt. Was mir wichtig war, ist das die Heizwendel nicht mit Öl bekleckert werden kann, da dies erstens stinkt und zweitens Reinigungsaufwand produziert. Die Grillplatte ist genau so designt, das das eben nicht passieren kann. Das Fett tropft in die mit Wasser gefüllte Auffangtasse.

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    uta 16. August 2016 (15:13)

    Hallo Sascha

    auch ich habe mir gerade den Tepro Abington gekauft
    Was mich noch interessiert ist,ob ich mit diesem Grill auch mit Holzpellets grillen kann, also ein bisschen Raucharoma herstellen.
    Kannst Du mir vielleicht auch nochmal das indirekte Grillen erklären, geht das dann über den Wasserdampf oder wie funktioniert das dann?
    Ich habe eine 3 kg Gasflasche, ist davon auch die “Vorlaufzeit” abhängig oder wie lange muss man ihn vorheizen, damit man gute Ergebnisse erzielt, Fleisch rosa usw.

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      Sascha 16. August 2016 (15:23)

      Hallo Uta,

      ersteinmal Glückwunsch zum neuen “Familienmitglied” 🙂
      Da der Abington eigentlich nur das Ventil für Schraubkartuschen hat, nehme ich an, dass man dir gleichzeitig auch einen Schlauchadapter verkauft hat. Falls nicht, musst Du dir diesen leider noch besorgen, da du die Flasche sonst nicht an den Abington anschließen kannst.

      Holzpellets zum Aromatisieren zu verwenden geht grundsätzlich. Hierzu kannst du einfach ein paar der Pellets in etwas Aluminiumfolie einzuwickeln und mit einer Gabel ein paar Löcher in das Päckchen zu stechen.
      Dieses legst du dann unter den Grillrost, aber auf das Hitzeschutzblech.

      Für das indirekte Grillen kannst du dir eine flache Edelstahl Schale (z.B. Koncis von IKEA) gefüllt mit Wasser oder sauberem Sand auf den Grillrost stellen. Darauf legst du dann ein einfaches Guchengitter (das aus der Koncis) um dein Gargut darauf zu positioneren. Das nennt man dann “entkoppeln”.

      Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

      Viele Grüße,
      Sascha

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    Martin Schröder 26. April 2016 (22:15)

    Hi Sascha, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich überlege, mir den Grill zu kaufen, hab aber bisher gedacht, dass auch indirektes Grillen möglich sei. Deinen Trick mit dem Wasserschale hab ich nicht verstanden, magst du mir das nochmal erklären?
    MfG
    Martin

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      Sascha 26. April 2016 (22:33)

      Hallo Martin,
      damit du mit dem Tepro indirekt grillen kannst, kannst du einfach eine Auflaufform mit Wasser auf den Grillrost stellen. Auf diese legst du dann einen weiteren Rost, auf dem di dann indirekt grillen kannst.

      Viele Grüße,Sascha

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    sören tretner 4. Dezember 2015 (12:54)

    Hallo, was heisst denn “gratig”? Noch nie gehört den Begriff.

    Ein schöner und ambitionierter Artikel / Test.

    Aber eine Frage zu dem Grill: Der ist von seinen (Aus-)Maßen her weniger dafür geeignet, bei einem Essen mitten auf dem Tisch zu stehen, oder? Ich finde das mit den vier Füßen sieht etwas sperrig aus auf den Bildern und würde für mich dann wahrscheinlich doch eher auf Elektrogrills setzen. Bzw. wisst ihr dass es inzwischen auch richtige Holzkohlegrills mit kleinem Volumen gibt? Im Tomishop habe ich etwas sehr interessantes gefunden, den “Vesuvio” Grill (in etwa diesselbe Preisklasse, um die 150 EUR) der das Problem Rauchentwicklung sehr gut löst und dessen Funktionsweise in etwa so ist (ich versuchs mal mit einer Erklärung):

    – Es gibt ein Außen und ein Innengehäuse
    – Im “Kern” ist die Holzkohle, die auf klassische Weise die Hitze auf den Rost liefert
    – Nach unten hin wird der entstehende Rauch abgezogen und in die Außenkammer (zwischen Au´ßen und Innengehäuse) geleitet
    – Hier kühlt die Luft bereits ab, was das Aufsteigen der warmen Luft abbremst
    – Der Rest der entweichenden Luft wird nach außen hin zusammengepresst, so dass kaum etwas nach außen dringt

    Viel bessere Worte zu Erklärung fallen mir grade leider nicht ein. Leider weiß ich jetzt nicht ob man hier die Grafik posten kann, deswegen hier eine URL, wo das Prinzip grafisch aufbereitet ist: http://tomishop.de/grills/feuerdesign-holzkohle-tischgrills/ – interessant finde ich, dass das Belüftungssystem mit einem Extra-Akku funktioniert, den man per USB rechargen kann (und der, unter uns, wie ein IPod aussieht :).

    Das schöne daran, um auf mein “Anfangsproblem” zurückzukommen, sind die geringen Ausmaße des Grills. Der ist rund von der Grundfläche und den kann man super in die Mitte des Küchentischs stellen. Das sehe ich bei dem “Abington”-Grill nicht so. Aber das mitgelieferte Werkzeug ist klasse, sowas würde man sich bei mehr Firmen wünschen!

    Best regards sören

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