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Do it yourself: Beef Jerky

Egal ob im Auto, vor dem Fernseher oder im Büro, ich stehe total auf Beef Jerky.
Die getrockneten Fleisch-Streifen sind nicht nur gesünder als andere Snacks, sie sind leider auch wesentlich teurer. Also, warum nicht einfach selber herstellen? Mit den eigenen Grills sollte dies doch eigentlich kein Problem sein, davon sind ja mehr als genug da. Tja, die ersten Versuche gingen mächtig in die Hose, denn entweder war das Fleisch zu rauchig, oder aber ich hatte es mit der Temperatur etwas übertrieben und es blieben eher Chips, denn Jerky übrig.

Bei der Recherche im Internet stellt man dann schnell fest, dass viele ihr Beef Jerky im Dörrautomaten zubereiten. Toll, genau den hatte ich natürlich nicht! Da ich wusste, dass sich Thorsten von BBQPit bereits mit diversen Dörrautomaten beschäftigt hat, habe ich ihn dann einfach mal nach seinen Erfahrungen gefragt und mich danach auf dem Dörrautomaten-Markt umgeschaut. Für welches Gerät ich mich entschieden habe und vor allen Dingen warum, darauf kommen wir später zurück ;-)

 

So einfach gelingt dein Beef Jerky

 

Redmountain BBQ Beef Jerky Marinade

Beef Jerky Marinade aus Soja Soße, Chili, Knoblauch, Honig und Worcestershire Sauce

 

Das Internet ist voller Beef Jerky Rezepte. Einige davon verwenden fertige BBQ Marinaden als Basis, andere eine Mischung von Flüssigkeiten und getrockneten Gewürzen. Ich wollte sowohl auf die fertigen Marinaden, als auch auf getrocknete Gewürze verzichten und habe mich ganz auf meine Nase verlassen.
Alle Jerky Rezepte haben jedoch eins gemeinsam, ihr braucht Fleisch und eine Marinade, in der das Fleisch Eurer Wahl für einige Stunden mariniert werden kann. Meine Marinade besteht aus den folgenden Zutaten:

 

Marinade für 1kg Fleisch

 

  • 150ml Soja Soße
  • 150ml Worcestershire Sauce
  • 1 frische Chili Schote (Schärfe nach Geschmack)
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 gehäufter Esslöffel Honig

Die Zutaten zusammen rühren und zur Seite stellen, die Knoblauchzehen dafür am besten nur aufbrechen, damit ihr sie später leichter abfischen könnt.

 

Welches Fleisch verwende ich für mein Beef Jerky??

 

An Truthahn, Schweine oder Hühnchen Jerky habe ich mich noch nicht ran getraut und so verwende ich einfache Rinder Rouladen vom Metzger um die Ecke. Hier solltet ihr wirklich auf Qualität achten, denn das Jerky wird durch das Dörren des Fleisches, also durch das Entziehen der Feuchtigkeit, haltbar gemacht. Wenn ihr hier am falschen Ende spart, habt ihr später keine Freude an eurem Beef Jerky und wer will schon auf der Toilette festsitzen, weil man 3€ beim Fleisch gespart hat… ??

Die Rouladen schneide ich einfach in 1,5-2cm breite Streifen, welche dann über Nacht in der Marinade baden dürfen. Wer einen Vakuumierer besitzt, kann das Ganze vakuumieren, sonst reicht auch eine Tupperdose mit dichtem Deckel.

So, unser Fleisch liegt nun über Nacht im Kühlschrank und ich kann Euch ein bisschen was über den von mir gewählten Dörrautomaten erzählen. Hier gibt es grundlegende Unterschiede, denn während die einen Modelle über geschlossene Dörrkammern verfügen, haben wiederrum andere Etagen oder Schubladen mit einer offenen Wabenstruktur. Die Wabenstruktur hat den großen Vorteil, dass das Dörrgut von allen Seiten mit Luft umspült wird. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass Marinaden Reste herunter tropfen könnten.

 

Für welchen Dörrautomaten habe ich mich entschieden??

 

Ich habe beide Arten von Dörrautomaten getestet und mich zum Schluss für den Klarstein Fruit Jerky* entschieden. Dieser hat in Summe 8 einzelne Schubladen mit Wabenstruktur, mit einer nutzbaren Fläche von fast 1m²!
So bekommt ihr fast 3kg Fleisch in den Dörrautomaten!!

 

Redmountain BBQ Beef Jerky Klarstein Fruit Jerky 8 Bedienung

 

Ein weiterer Vorteil ist in meinen Augen die Steuerung von Temperatur und Dörrzeit. So kann man fein auf das Dörrgut reagieren und es sind fast keine Grenzen gesetzt. Neben Beef Jerky habe ich noch ein paar andere Ideen, bei denen ihr den Fruit Jerky mit Sicherheit wiedersehen werdet und da brauche ich vermutlich etwas weniger Temperatur, oder eben mehr…

Bevor wir den Dörrautomaten mit dem Fleisch befüllen können, müssen wir es erst von der Marinade befreien. Hierzu schüttet ihr den Großteil der Marinade ab, legt die einzelnen Streifen dann nebeneinander auf etwas Küchenpapier und tupft es mit weiterem Küchenpapier trocken.

 

Redmountain BBQ Beef Jerky Fleisch vorbereiten

 

Auf dem Bild ist deutlich zu erkennen, wie die Marinade die Farbe des Fleisches verändert hat. Wenn noch Reste von der Chili anhaften, so braucht ihr diese nicht zu entfernen, das gibt dann später den extra Kick.
Wenn ihr die Streifen etwas abgetrocknet habt, schichtet ihr diese einfach nebeneinander in den Fruit Jerky.

 

Redmountain BBQ Beef Jerky Klarstein Fruit Jerky

 

Auf diesem Bild könnt ihr den farblichen Unterschied zwischen mariniertem und unmariniertem Fleisch sehr gut erkennen. Die oberen Schubladen sind komplett ungewürzt und werden zu Beef Jerky für unseren Hund. So haben wir Beide was davon wenn ich dörre und ich brauche keine teuren Hunde Snacks zu kaufen :-)
Außerdem sieht man hier gut die offene Struktur der Schubladen, durch die der Luftstrom schön verteilt wird und das Fleisch gleichmäßig gedörrt wird.
Redmountain BBQ Beef Jerky aus Rouladen

Ich hatte den Klarstein Fruit Jerky auf eine Temperatur von 52°C und 9 Stunden Laufzeit eingestellt. Das Fleisch nimmt den Geschmack der Marinade sehr gut an und die Schärfe ist auch für Kinder nicht zu beißend. Wenn ihr es besonders scharf mögt, könnt ihr z.B. eine Habanero nehmen oder ihr erhöht die Dosis der Chili.
Die reine Vorbereitungszeit des Beef Jerky liegt bei rund 20 Minuten, das Dörren braucht je nach Gerät zwischen 8 und 10 Stunden, was aber auch nachts gemacht werden kann.

Ich werde es nicht jede Woche schaffen, eine Charge Beef Jerky anzusetzen, aber man kann es auch auf Vorrat dörren und portionsweise vakuumieren. So hält das Jerky bestimmt 3-4 Wochen.

Wir sehen uns in der kommenden Woche, ich freue mich auf Euch!

Viele Grüße,
Euer Sascha

 

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4 Comments

  • comment-avatar
    Tanjas Bunte Welt 12. Juli 2016 (16:28)

    Super, danke Sascha

  • comment-avatar
    Tanjas Bunte Welt 12. Juli 2016 (14:51)

    Hallo Sascha,

    das ist genau nach dem Geschmack meiner Tochter. Nur habe ich keinen Dörrautomaten und will mir ehrlich gesagt nicht extra einen kaufen. Geht das auch im Backrohr?
    Liebe Grüße
    Tanja

    • comment-avatar
      Sascha 12. Juli 2016 (15:09)

      Hallo Tanja,

      das geht auch problemlos bei 60Grad im Backofen, allerdings musst du dabei den Backofen einen Spalt offen lassen.

      Liebe Grüße,
      Sascha

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