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Mein Keramikgrill , der Saffire Silver Edition

Lange Zeit habe ich mich um das Thema Keramikgrill gedrückt, bzw. ich fand es einfach nicht sonderlich interessant. Aber umso mehr man in die Welt des BBQ abtaucht, desto häufiger stolpert man über das Thema Kamado. Neben den vielen in Europa bekannten Herstellern kommt nun auch der US-amerikanische Hersteller Saffire auf den europäischen Markt und genau dieser steht seit ein paar Wochen in unserem Garten.

Saffire Kamado, Silver Edition

Hinter der Silver Edition des Saffire verbirgt sich die mittlere Ausstattungsvariante des bei TGO erhältlichen Keramikgrills.
Hierbei sind das Fahrgestellt, die Beschlagteile und auch das Deckelventil komplett in Edelstahl gehalten.

Redmountain BBQ Saffire Silver Edition

Bereits beim ersten Anblick denkt man sofort an einen in Europa etablierten Hersteller von Keramikgrills und dies ist auch vollkommen richtig, denn in den frühen Jahren der Keramikgrills wurden neben Saffire noch 2 weitere, bekannte Kamados im gleichen chinesischen Werk hergestellt. Ein direkter Vergleich der alten und neuen Saffire Modelle unterstreicht diese Aussage noch.

Redmountain BBQ Saffire Modell Vergleich

Rechts im Bild sieht man einen alten Saffire und die linke Variante entspricht annähernd dem  aktuellen Modell (früher Prototyp von 2013). Neben einigen kleinen Details fällt einem sofort die geänderte Klappe für die Zufuhr von Räucherchips und Pellets auf.
Diese wurde durch einen schraubbaren Deckel gelöst.

Redmountain BBQ Saffire Silver Edition Öffnung Räucherchips Redmountain BBQ Saffire Silver Edition Öffnung Pellets

Vor der ersten Benutzung hatte ich einige Bedenken, ob sich der Stopfen im Betrieb überhaupt noch bedienen lässt, oder ob sich das Gewinde aufgrund der Wärmeausdehnung verklemmt. Dieser funktioniert jedoch auch bei Temperaturen um die 300°C problemlos. Nicht das man bei den Temperaturen räuchern würde, aber ich habe einfach mal testen wollen ob es funktioniert. Die Räucherchips, oder in dem Fall die Don Marco Competition Blend Pellets werden mittels eines runden  Hilfsmittels, das an ein Rohr erinnert  direkt in die Glut gegeben.  Ob man dieses Gadget nun braucht, oder  die  Räucherhölzer wie bei anderen  Kamados von oben in der Glut positioniert,  sei jedem selbst überlassen. Ich finde es sehr praktisch, da der Deckel so nicht angehoben werden muss, was einen Anstieg, oder einen Abfall der Temperatur  im Inneren bedeuten würde.

Die Schamottsteine im Inneren des Saffire haben eine Wandstärke von rund 28mm und diese verkraften auch den Einsatz bei Minusgraden, wie ich unlängst getestet habe. Wie dick diese bei den Mitbewerbern ausfallen, kann ich mangels Vergleich nicht sagen, aber die Materialstärke passt in meinen Augen zu den restlichen Dimensionen.

Unter dem Aschegitter des Keramikgrills befindet sich eine sogenannte “Efficiency Plate”, eine Blechronde aus 1,5mm starkem Edelstahl. Diese soll die nach unten gerichtete Hitzestrahlung zurück werfen und den Saffire damit noch effizienter machen. Ob diese nun tatsächlich eine positive Auswirkung auf den Kohleverbrauch hat, weiß ich aktuell auch nicht zu bewerten.

Der Brennstoff

Ein Keramikgrill wird in der Regel mit hochwertiger Holzkohle betrieben, nicht mit Briketts. Chemische Grillanzünder sind hierbei ebenfalls fehl am Platz. Am einfachsten benutzt man einen Looftlighter, einen grilltauglichen Heißluftfön. Diesen habe ich Euch vor ein paar Wochen in einem Separaten Artikel vorgestellt:

Der Looftlighter

Bei einem der letzten Einsätze habe ich dann noch ein paar Stangen Greek Fire hinzu gelegt und auch dies hat wunderbar funktioniert und die Brenndauer noch etwas verlängert.
Andere Grill Briketts würde ich aufgrund von Bindemitteln nicht im Kamado verwenden. Wenn ihr euch sicher seid, dass eure Briketts ebenfalls keine Bindemittel enthalten, sollte dies jedoch auch kein Problem sein. Der Klassiker ist und bleibt jedoch gute Holzkohle und nichts anderes.

Die Bedienung des Saffire Keramikgrills

Bei der Bedienung tun sich alle Hersteller nicht viel.
Man gibt ausreichend hochwertige Holzkohle in den Brennraum und entfacht ein oder mehrere Glutnester. Dann öffnet man sowohl die untere Zuluftregulierung, als auch das obere Deckelventil. Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, schließt man das Deckelventil bis auf eine schmale Öffnung. Die untere Zuluftregulierung wird ebenfalls bis auf einen kleinen Spalt geschlossen. Nun regelt man den Grill auf die gewünschte Temperatur ein und schon läuft er wie ein Uhrwerk 🙂
Der Hauptvorteil der Keramikgrills liegt in der beinahe perfekten Isolierung und der Wärme speichernden Funktionsweise. Diese kann aber auch lästig sein, wenn man über die gewünschte Garraumtemperatur hinausgeschossen ist. Dann heißt es langsam nach regeln und warten, bis die Temperatur wieder gefallen ist.

Mein Fazit

Noch vor einigen Wochen war ich der Überzeugung, dass ich gut auf einen Keramikgrill verzichten kann, denn ich habe ja schon einen recht großen Grillgeräte-Park. Nach der bisherigen Benutzung frage ich mich aber allen Ernstes, wie ich so lange ohne auskommen konnte! Dank Looftlighter ist der Saffire binnen 15 Minuten startklar, viel schneller ist mein LEX auch nicht. Egal ob ein Steak, Pulled Pork, gebackenes Brot oder sogar Pizza, es gibt nichts, was sich nicht im Saffire garen ließe.
Einziger Wehrmutstropfen ist der Preis, denn der Saffire Silver Edition liegt aktuell bei gut 1500€.

Viele Grüße und bis bald,
Euer Sascha

11 Comments

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    Niko Mylonas 30. Dezember 2016 (11:05)

    Hallo Sascha
    Wo liegen die unterschiede Saffire/ Monnolyth/Kamado oder gibt es keine

    Grüße Niko

    p.s
    Guten Rutsch

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      Sascha 30. Dezember 2016 (11:22)

      Guten Morgen Niko,

      streng genommen sind der Saffire und Monolith eine ganze Zeit lang identisch gewesen, da sie im gleichen Werk, nach identischen Zeichnungen gefertigt wurden. Nachdem Saffire in einer anderen Fabrik gefertigt wird, wurde er massiv überarbeitet.

      Die Form in sich ist runder und bietet etwas mehr Platz, als ein Mono. Des Weiteren ist die Zufuhr der Räucherspäne anders aufgebaut. Bei den alten Saffire/Monolith Kamados war die Öffnung mit einem Stopfen verschlossen. Die neuen Monoliths arbeiten mit einem klapp-Stopfen und der Saffire mit einem massiven Drehverschluss.
      Die Klappen des Monolith gehen unter Hitze häufiger von alleine auf (siehe Berichte in Foren und Facebook-Gruppen). Der Schraubverschluss des Saffire wird hingegen aufgrund seiner Nähe zur Glut recht schnell warm und muss mit einem Handschuh betätigt werden.

      Die für mich wichtigsten Pluspunkte des Saffire sind jedoch der verwendete, hochwertige Edelstahl (ab Silver Series) und das sehr massive Gestell. Das Spielzeug-Gestell des Monolith finde ich persönlich zu filigran.

      Solltest du weitere Fragen haben, kannst du dich gerne melden.

      Viele Grüße,
      Sascha

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    tomsn 22. September 2016 (16:05)

    Hey Sascha,

    bin durch Zufall auf deine Seite gekommen und finde es toll das Du die Fragen so ausführlich beantwortest. Deine Webseite sieht auch super aus, ich würde nur das Impressum und den Datenschutz in den Footer machen. Dann siehts ordentlicher aus 😀

    Weiter so

    LG Tomsn

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    Schwentke,Hartmut 10. April 2016 (7:55)

    Hallo Sascha,
    ich spiele auch mit dem Gedanke mir ein Ei zuzulegen.

    Wo kann ich mir den Kamado ansehen?

    Gruß
    HausW

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      Sascha 10. April 2016 (10:40)

      Guten Morgen Hartmut,
      ich weiß gerade gar nicht genau, wo die überall zu bekommen sind. Wenn du magst, nenne mir einfach dein Postleitzahlen-Gebiet, dann mache ich mich kurzfristig für dich schlau.

      Sonst kannst du auch gerne bei mir in Erkelenz vorbeikommen, da kannst du ihn die auch in Aktion ansehen 🙂

      Viele Grüße,
      Sascha

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        Schwentke,Hartmut 10. April 2016 (13:28)

        Hallo Sasche,

        Ich bin aus 52146 Würselen.
        Dein Angebot werde ich gerne in Anspruch nehmen!

        Gruß
        Hartmut

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          Sascha 10. April 2016 (14:12)

          Hallo Hartmut,

          dann lass uns doch einfach mal einen Tag ausmachen und du kommst bei mir vorbei.

          Näheres gerne via Email oder Whattsapp unter 0151 / 673 15 929.

          Viele Grüße,
          Sascha

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    Christian 6. April 2016 (5:04)

    Uii ui ui… 🙂 Schicker Grill. Hätte mich über ein paar mehr Fotos (auch vom Innenraum) gefreut. Und was ist jetzt genau der Vorteil eines Keramikgrills gegenüber anderen “normalen” Grills? Hält sich die Hitze besser oder was genau?

    Gruß
    Christian

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      Sascha 6. April 2016 (7:38)

      Hallo Christian,

      ein Keramikgrill hat mehrere Vorteile. Zum Einen nimmt die offenporige Oberfläche der Keramik die austretende Feuchtigkeit des Fleisches auf und gibt sie wieder ab, somit trocknet das Fleisch nicht aus. Durch diesen Umstand und der Infrarotstrahlung, die die Schamottsteine nach dem Aufheizen abgeben, garen longjobs, z.B. ein PulledPork wesentlich schneller.

      Dann sorgen die perfekte Isolierung und die große Masse noch für geringere Tempertaturschwankungen bei minimalem Brennstoffverbrauch.

      Solltest du weitere Infos brauchen, meld dich einfach. Auch weitere Bilder sind kein Problem 🙂

      Viele Grüße,
      Sascha

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    Martin 4. April 2016 (11:45)

    Echt cooles Teil, spiel mit dem Gedanken. Aber ich denke ich hol mir eher nen Smoker. 😉

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      Sascha 4. April 2016 (14:03)

      Ist doch eher die Frage der richtigen Reihenfolge, oder 😉

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