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Sauerteig Schmandfladen mit Speck (Dinette)

In unserem Nachbarort fand einige Jahre lang ein Mittelalter Spectaculum statt und dort gab es immer leckere Schmandfladen, auf die ich mich jedes Jahr gefreut habe. Leider findet der Markt nicht mehr bei uns statt und so heißt es jetzt “selber backen”…

Mittlerweile habe ich ein recht gutes Rezept, was dem “Original” schon recht nahe kommt und genau das möchte ich Euch heute vorstellen.

Wenn meine Recherchen stimmen, haben Schmandfladen, oder auch schwäbische Dinette, ihren Ursprung in der Bäckerei. Wenn beim Backen von Broten Teig übrig war, der kein Brot mehr hergab, wurde dieser flach ausgerollt, nach Lust und Laune belegt und im Ofen gebacken. Diese Teiglinge wurden dann vor dem Einschießen der Brote gebacken, um zum einen die Teigreste zu verarbeiten und zum anderen die richtige Backtemperatur des Ofens zu ermitteln. War der Ofen noch zu heiß, wurden die Schmandfladen sehr schnell dunkel. Waren sie auch nach mehreren Minuten noch blass, musste der Ofen weiter angeheizt werden.

Das heutige Rezept ist nicht historisch belegt, sondern meine freie Interpretation auf Basis meiner Brotback-Versuche mit Sauerteig. Mein Sauerteig- Anstellgut ist noch relativ jung und erst circa 6 Monate alt. Dadurch ist er noch nicht sehr backstark, weshalb ich im folgenden Rezept zusätzlich etwas frische Hefe beifüge. Wenn ihr keinen Sauerteig habt, könnt ihr auch auf fertigen Sauerteig aus dem Supermarkt zurückgreifen. Dann müsst ihr jedoch auf jeden Fall den Anteil der Hefe um 50% erhöhen.
Da das Backen mit Sauerteig viel Freude bereitet, würde ich Euch auf jeden Fall zu einem eigenen Sauerteig- Ansatz raten. Die besten Erfahrungen habe ich dabei mit dem Buch von Valesa Schell, von brotbackliebeundmehr gemacht. Erst mit diesem Rezept habe ich es geschafft, eine laufende Sauerteigkultur anzusetzen.

Zutaten für 6-8 Schmandfladen

Da die wenigsten von uns täglich mehrere Brote backen, habe ich hier ein schnelles und einfaches Rezept für die leckeren Sauerteig Schmandfladen vorbereitet:

Für 6-8 Schmandfladen benötigt ihr die folgenden Zutaten:

  • Für den Teig
  • 300g Roggenmehl Typ 1150 (alternativ Vollkornmehl)
  • 100g Emmer Mehl (alternativ durch Roggenmehl ersetzen)
  • 100g Dinkel Vollkornmehl (alternativ durch Roggenmehl ersetzen)
  • 8g Brotgewürz nach Wahl
  • 1 EL Salz
  • 20g Hefe frisch
  • 50g Sauerteig Anstellgut
  • 300g Wasser handwarm

  • Für den Belag
  • 200g Schmand
  • 2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 100g gewürfelter Speck
  • 100g geriebener Käse nach Wahl
  • Pfeffer, Salz und geriebene Muskatnuss
  • alternativ z.B. Schwarzwälder Schinken oder anderen Schinken

Für den Teig alle Zutaten miteinander vermischen und für ca. 10 Minuten verkneten, bis der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt. Den Teig nun abgedeckt für ca. 3 Stunden gehen lassen.

Den Schmand mit frisch geriebener Muskatnuss, Pfeffer und Salz abschmecken und zur Seite stellen.

Zubereitung der Schmandfladen

Redmountain BBQ Grillkurs Erkelenz Mittelalter Schmandfladen mit Speck Dinette Moesta Pizzaschieber
Der Moesta Pizzaschieber eignet sich perfekt zum Einschießen der Schmandfladen

Nachdem der Teig 3 Stunden gegangen ist, je nach Wunsch in 6 oder 8 Teile teilen und zu kleinen, länglichen Laiben formen. Mit einem Nudelholz oder von Hand auf 4-5mm Dicke ausrollen. Etwas von der Schmandcreme darauf verteilen und mit reichlich Zwiebeln, Speck und etwas gerebeltem Käse garnieren. Den Ofen auf 220°C einregeln und die Schmandfladen für 12-15 Minuten backen, bis der Käse verlaufen und leicht gebräunt ist.

Redmountain BBQ Grillkurs Erkelenz Mittelalter Schmandfladen mit Speck Dinette Schwarzwälder Schinken
Wer mag, kann den Schmandfladen nach dem Backen mit Schwarzwälder Schinken veredeln

Der ein oder andere wird die Schmandfladen (Dinette) aus dem Schwabenland, oder dem Mittelaltermarkt kennen und sich wundern, dass der Kümmel fehlt. Wir sind keine großen Kümmel Fans und daher lasse ich ihn gerne weg. Wer ihn aber gerne mag, kann ihn natürlich mit im Teig verarbeiten.
Jeder so wie er mag, denn meine Rezepte sollen Euch nur als Anregung dienen :-)

Viele Grüße und bis bald,
Euer Sascha

Sauerteig Schmandfladen mit Speck (schwäbische Dinette)

Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit30 Min.
Ruhezeit3 Stdn.
Gericht: Kleinigkeit
Keyword: Dinette, Fingerfood, Schandfladen, Schwarzwälder Schinken
Cost: 5€

Zutaten

Für den Teig

  • 300 g Roggenmehl Typ 1150 oder Vollkornmehl
  • 100 g Emmer Mehl alternativ Roggenmehl
  • 100 g Dinkelmehl Vollkorn, alternativ Roggenmehl
  • 8 g Brotgewürz Hersteller nach Wahl, alternativ weglassen und durch etwas Kümmel ersetzen
  • 1 EL Salz
  • 20 g Hefe frisch
  • 50 g Sauerteig Ansstellgut Alternativ Sauerteig aus dem Supermarkt
  • 300 g Wasser, handwarm

Für den Belag

  • 200 g Schmand
  • 2 Stck. Zwiebeln in feine Ringe geschnitten
  • 100 g gewürfelter Speck
  • 100 g geriebener Käse z.B. Emmentaler
  • Pfeffer, Salz und Muskatnuss
  • nach Wunsch: Schwarzwälder Schinken

Anleitungen

Für den Teig

  • Alle Zutaten für den Teig miteinander vermischen und für 10 Minuten verkneten, bis ein flexibler Teig entstanden ist, der nicht mehr an der Schüssel klebt.
  • Den Teig nun abgedeckt für 3 Stunden gehen lassen.

Für das Topping

  • Den Schmand mit Pfeffer, Salz und frisch geriebener Muskatnuss würzen und zur Seite stellen.

Belegen und Backen

  • Nach der Ruhezeit den Teig in 6-8 Teigstücke teilen.
  • Teiglinge in eine Baguette ähnliche Form mit 20-25cm Länge bringen und auf 4-5mm Dicke ausrollen
  • Mit Schmand bestreichen und mit Zwiebeln, Speck und Käse belegen.
    Redmountain BBQ Grillkurs Erkelenz Mittelalter Schmandfladen mit Speck Dinette Moesta Pizzaschieber
  • Bei 220°C für ca. 12-15min backen, bis der Käse geschmolzen und leich gebräunt ist.
    Je nach Wunsch z. B. mit ein paar Scheiben Schwarzwälder Schinken belegen und genießen.
    Redmountain BBQ Grillkurs Erkelenz Mittelalter Schmandfladen mit Speck Dinette

2 Comments

  • comment-avatar
    Tanjas bunte Welt 16. Juni 2020 (14:03)

    Hmm lecker und ja so wurde früher die Temperatur getestet und Reste verarbeitet. Sehen einfach lecker aus und du weißt ja, ich – Mittelalter – und diese Fladen – perfekt *gg*

    • comment-avatar
      Sascha 16. Juni 2020 (22:25)

      Ich musste auch tatsächlich bei dem Rezept an dich denken :-)

      Lass es dir gut gehen!
      Viele Grüße,
      Sascha






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